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Landeszeitung vom 18. April 2012 (Sabine Sopha):

 

Dagmar R. Rehberg über ihre Erfahrungen als Autorin / Am Wochenende Literaturtage der "Schriftsteller in Schleswig-Holstein"

Rendsburg / Borgstedt. Einmal einen Roman zu schreiben - viele träumen davon. Wer ausdauernd genug ist, dem gelingt es vielleicht auch. Doch Schreiben ist nicht alles. Schließlich möchte jeder Autor sein Werk auch verlegt sehen. Und dann beginnen die Probleme. Dagmar R. Rehberg hat diese auf eine Weise gelöst, zu der immer mehr Verfasser von Lyrik und Prosa übergehen: Sie lässt ihre Bücher bei Book-on-Demand (BoD) drucken. "Da kann ich alles selbst bestimmen: Preis und Aussehen", erklärt die 49-Jährige aus Borgstedt.

Dagmar R. Rehberg hat erst spät mit dem Schreiben begonnen. Damit ist sie eine Ausnahme, denn bei den meisten Autoren entsteht der Wunsch oft schon in jungen Jahren. Außerdem hat sie es studiert: Schriftstellerei im Fernstudium. Und sie hat sich einer Gruppierung angeschlossen, um Erfahrungen austauschen zu können. "Es ist wichtig, dass man Leute hat, die die Texte gegenlesen", erklärt sie. Im Verband "Schriftsteller in Schleswig-Holstein" hat sie die gesuchte Unterstützung gefunden. Seit fünfzig Jahren besteht die Vereinigung und feiert mit den Literaturtagen in Rendsburg (siehe rechts) ihr Jubiläum.

"Ich habe mir schon immer viele Geschichten ausgedacht", erinnert sich die Borgstedterin Rehberg. Allerdings habe sie diese nie aufgeschrieben. Als die Diplom-Ingenieurin für Atomtechnische Anlagen dann eine Kinderpause einlegte, meinte ihr Mann: "Werd’ doch Schriftstellerin". Im Fernstudium lernte die zweifache Mutter ("Meine Kinder sind beide pflegeleicht") dann nicht nur die unterschiedlichen Genres kennen, sondern erfuhr auch Wissenswertes zum Thema Verlagsrecht.

Drei Romane hat die Autorin seit dem Jahre 2005 veröffentlicht; dazu kommen Kurzgeschichten und ein Kinderbuch. Als Gegenwartsliteratur bezeichnet sie ihre Werke: In "Kuckuck" geht es um eine Frau, die ihrem Mann ein sogenanntes Kuckuckskind unterschiebt. In "Blutsbande" wird eine 15-Jährige schwanger, verliert das Kind und kann es nicht vergessen. "Im Schatten" handelt davon, dass eine junge Frau vom unerwarteten Freitod ihrer Mutter erfährt und bei der Suche nach Gründen überraschende Entdeckungen macht. Alltagsgeschichten, die jedem passieren können, nennt Rehberg ihre Themen. Ganz anders ist da die von ihr bevorzugte Lektüre. Genau wie ihr ältester Sohn Timon ist sie eine Leseratte: Von historischen Romanen ("Aus der Zeit, als die Männer noch echte Männer waren"), über Fantasy bis hin zu Liebesgeschichten von Cecelia Ahern reicht die Auswahl. "Ich bin da relativ offen". Ebenso wie für neue Lesegewohnheiten: Einen E-Reader weiß sie zu schätzen; und so werden ihre Bücher auch nach und nach als E-Books (elektronische Bücher) angeboten. Hier ist es wie bei Book-on-Demand (zu Deutsch: Bücher auf Nachfrage): Es sind kein Verlag und kein Zwischenhändler eingeschaltet. "Meist verdient der Autor nur fünf bis acht Prozent am Verkaufpreis", weiß Dagmar Rehberg. "Wenn man bedenkt, wie viele Monate man an einem Buch arbeitet, kommen mir da die Tränen", sagt sie.

Die Ingenieurin macht sich keine Illusionen. "Ich weiß, dass ich nie vom Schreiben leben werde." Aber Ideen zu entwickeln und umzusetzen, bereitet ihr nach wie vor Vergnügen - auch wenn nicht mehr so viel Zeit bleibt, seit sie wieder berufstätig ist.


Schriftsteller Literaturtage

Freitag, 20. April
15.30 Uhr, Eröffnung der Buchausstellung „Lebendige Literatur in Schleswig-Holstein“ mit kurzen literarischen Kostproben, Stadtbücherei Rendsburg
19.30 Uhr, Eröffnung der Literaturtage, Altes Rathaus: Vortrag „50 Jahre Schriftsteller in Schleswig-Holstein“ und fünf Autoren lesen zum Thema „Zeitreise“. Eintritt frei.
Sonnabend, 21. April
15 Uhr, Pelli -Hof, Publikumspreis des Verbandes, Thema: „Unterwegs“, Musik: Rendsburger Musikschule
19.30 Uhr, Altes Rathaus, Kari Köster-Lösche liest aus „Die sizilianische Heilerin“, anschl. Diskussion, Eintritt frei
Sonntag, 22. April
11 Uhr, Aula der Musikschule, Schüler lesen Gewinntexte zu dem Thema „Unterwegs“; Schriftsteller lesen zum Thema „Über Brücken gehen“

Verband

Mitglieder
Rund 130 Mitglieder zählt der Verband „Schriftsteller in Schleswig -Holstein“. Sowohl Schreiber als auch fördernde Mitglieder werden aufgenommen. Das bekannteste und erfolgreichste Mitglied ist Feridun Zaimoglu.

Ziele
Autoren im Lande soll eine Plattform geboten werden. Platt, Lyrik, Prosa – der Verband ist für jede Form der Literatur offen, erklärt die erste Vorsitzende, Karin Kleemann -Strrehlow.

Informationen
Dagmar R. Rehberg:
www.wortgeflechte.de
Verband:
www.schriftsteller-in-sh.de


 

Probsteier Herold vom 15. Juni 2007 über eine Lesung am 09.06. im Kindheitsmuseum Schönberg:

...Dagmar R. Rehberg las aus ihrem neusten Roman "Blutsbande - dicker als Wein" einen aufrüttelnden Text über ein junges Mädchen, dass zu einer Abtreibung gezwungen wurde. Die Autorin ist für ihre sozialkritischen Texte und schonungslosen Darstellungen so mancher unangenehmen Wahrheiten bekannt und agiert zugleich als herausragende Vorleserin, was man längst nicht bei allen Autoren behaupten kann...


 

Eckernförder Zeitung vom 28. August 2006 über eine Lesung am 25.08. in der Stadtbücherei Eckernförde:

...Durch die Veranstaltung führte charmant und mit leichtem Wort die zweite Vorsitzende Dagmar R. Rehberg, die auch fesselnd aus ihrem aktuellen Roman vortrug und mit einer Um- und Nachdichtung aus der griechischen Mythologie ein gelungenes Beispiel für die handwerklich durchgestaltete Seite des Schreiben beisteuerte. Bei Rehbergs Lesebeispielen ließ der treffende Erzählstil aufhorchen, feinste Details in der Erzählung „Arachne, die Spinne“ verdichten sich zu einem harmonischen Spannungsbogen, dem die Zuhörer gerne konzentriert folgten...

 

 

Ascheberger Rundschau April 2006:

 

... Autorin liest in Eckernförde

 

Die viel zitierte Frage, wie die Jungfrau zum Kind kommt wird im kürzlich erschienenen Roman von Dagmar R. Rehberg zwar nicht gestellt, dafür aber die, wie Frau zum Kuckuckskind kommt. Eine Frage, die sich die Autorin stellte nachdem sie immer wieder, wie sie fand, erschreckende Statistiken zu dem Thema hörte. Eine mögliche Antwort gibt sie in der Geschichte von Laura, die durch ihre Kindheit und Jugend geprägt, Höhen und Tiefen der Liebe erlebt und in eine Ehe gerät, die sie besser nicht eingegangen wäre. Sie schildert ihren Ausbruch aus der Ehe und die Auswirkungen, wie sie sich jahreslang selbst belügt und schließlich doch die Wahrheit ans Licht kommt. Die Geschichte erzählt davon, wie äußere Einflüsse den Menschen formen und wie Laura immer wieder versucht, sich davon zu befreien. Mit Erfolg oder nicht sei an dieser Stelle nicht verraten. Die Geschichte wird ohne moralischen Zeigefinger geschildert, aber auch ohne am Ende die Absolution zu erteilen. Einfach neutral, doch mit Traurigem, Fröhlichem, Beklemmendem, Glückseligem, Erotischem, eben allem, was das wahre Leben zu bieten hat. Am Ende stand Verständnis bei der Autorin, wenn auch keine Billigung. „Kuckuck-Leben mit der Lüge“ ist nicht die erste Veröffentlichung von Dagmar R. Rehberg. Als Redakteurin einer Wochenzeitung ist sie vielen Lesern noch in Erinnerung und im letzten Jahr erschien eine Kurzgeschichte von ihr in den Fundstücken „Von Amerika bis Japan“, einer Anthologie des Fördervereins für zeitgenössische Literatur NordBuch e.V.. Der zweite Roman steht kurz vor der Vollendung, der dritte ist bereits geplant. Die gebürtige Kielerin, von Beruf Feinwerktechnik-Ingenieurin und als Sachverständige im Bereich Kerntechnik tätig, lebt seit 12 Jahren in" der Nähe von Rendsburg. "Zusammen mit ihrem Mann und ihren Söhnen genießt sie das Leben im eigenen Haus fernab vom Großstadtrummel. Lesen und Schreiben ist für sie eine willkommene Abwechselung zum Berufs- und Alltagsleben. Nicht selten ist sie im Sommer mit ihrem Laptop auf der Terrasse zu sehen und nun wissen die Vorübergehenden auch warum. Die häufigste Reaktion ihrer Leserinnen und Leser ist auf den neu erschienen Roman ist: „Ich habe meine sämtlichen Termine versäumt, weil ich dein Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.“ Was kann einem Autor Besseres passieren?...

 

 

 


Landeszeitung vom 23. März 2006 und Eckernförder Zeitung vom 20. März 2006

 

Autorin mit Interesse für Kuckuckskinder

… Schreiben bedeutet für sie, abzutauchen in eine andere Welt. Schon als Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht. Als die junge Frau dann während der Kinderpause nach einer Beschäftigung suchte, absolvierte sie ein Fernstudium „Schreiben“ und machte sich daran, ihren ersten Roman zu Papier zu bringen …

 

 
Foto: Petra Gottschalk
 

 

 

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